CHRONIK

2022

Die vierte BJZO-Phase

Die Proben- und Konzertphase des Bundesjugendzupforchesters fand 2022 vom 25.07. bis zum 31.07. in der Jugendherberge Velbert statt. So trafen sich nun schon zum vierten Mal ausgewählte Musiker*innen aus ganz Deutschland, um unter der Leitung von Dirigentin Lisa Hummel ein vielseitiges und anspruchsvolles Programm einzustudieren und nach nur vier Tagen Probe in zwei Konzerten in Wuppertal und Dortmund vor einem Publikum zu präsentieren. Wie auch in den vergangenen drei Jahren wurde die Probenphase von den drei Gründerinnen und Organisatorinnen Laura Engelmann, Charlotte Kaiser und Clara Weise mit viel Engagement und Sorgfalt hingebungsvoll vorbereitet. So waren neben den intensiven Proben auch immer genügend Pausen oder abwechslungsreiche Aktivitäten eingeplant, welche den Mitspieler*innen schöne Gelegenheiten boten, sich untereinander auszutauschen.

Die Probenphase begann Montagmittag mit einem freudigen Wiedersehen – obgleich seit der letzten Probenphase ein Jahr vergangen war, fühlte sich alles direkt wieder sehr vertraut an. Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Organisatorinnen wurde auch schon mit einer „Tutti-Crash-Probe“ begonnen. Ein Filmteam der WDR-Lokalzeit (LINK: https://www1.wdr.de/fernsehen/lokalzeit/bergischesland/videos/video-reporter-christian-licht-beim-bundesjugendzupforchester-100.html) hielt den Moment fest, als sich der Klang des Orchesters bei der ersten gemeinsamen Probe entfaltete. Schon jetzt war die Freude der 40 Musikerinnen und Musiker darüber, nach einem langen Jahr endlich wieder zusammen

musizieren zu können zu spüren und so fanden sich die Spieler*innen schnell als Orchestergemeinschaft zusammen. Wie auch die anderen Tage ging mit einem „Happy Evening“ als gemeinsamer Abschluss ein schöner erster Tag zu Ende.

Die folgenden Probentage begannen wie auch in den Jahren zuvor stets pünktlich um 9.15 Uhr mit einem gemeinsamen Warm-up, für das die Jugendherberge Velbert aufgrund der großen Außenanlage und ihrer ruhigen Lage am Wald perfekte Bedingungen bot. Im Anschluss daran wurde fleißig geprobt: Sei es in Einzel-, Stimm-, Kleingruppen- oder Tuttiproben – alle Musiker*innen arbeiteten immer konzentriert und hochmotiviert.

Neben dem Üben durfte natürlich auch die Freizeit nicht zu kurz kommen: Ein Highlight der diesjährigen Probenphase war der gemeinsame Ausflug, der mittlerweile fast schon zur Tradition geworden ist. In diesem Jahr ging es an die nahegelegene Ruhr, wo sich die Orchestermitglieder während einer Tretbootfahrt auf dem ruhigen Wasser entspannen konnten. Ein weiterer Höhepunkt der Woche war außerdem die beliebte Kammermusikkaraoke am Donnerstagabend, die in diesem Jahr von Felix und Oliver mit besonders spaßigen Stücken organisiert wurde.


Am Freitagabend stand nach einer letzten Probe bereits das erste Konzert an, welches vor etwa 200 Zuschauer*innen im wunderschönen Mendelssohn-Saal der Historischen Stadthalle Wuppertal stattfand. In diesem Jahr lag der Fokus des Konzertprogramms auf Originalkompositionen für Zupforchester. Mit Claudio Mandonicos „Music For Play“ oder Sébastien Pacis „Itineraire“ über die Uraufführung von Olivia Artners „Candyland extended“, komponiert für Zupforchester und Tonband, und Aris Alexander Blettenbergs „Journey to Greece“ bis hin zu Raffaele Calaces „Impressioni Orientali“ und Yasuo Kuwaharas „Novemberfest“ als festlichen Abschluss zeigte das Orchester mit einem anspruchsvollen und abwechslungsreichen Programm die Vielseitigkeit der Zupfmusik auf der ganzen Welt.

Das zweite Konzert am Samstagabend fand im Orchesterzentrum NRW in Dortmund statt. Schon zum dritten Mal ermöglichte das Filmteam um Familie Pfarr dankenswerterweise einen professionellen Live-Stream (LINK: https://www.youtube.com/watch?v=yJ9X_xZWeXA&t=2727s), wodurch das Konzert von Zuhörer*innen auf der ganzen Welt verfolgt werden konnte. Obgleich in Präsenz weniger Publikum anwesend war als am Abend zuvor in Wuppertal, war auch dieses Konzert sehr erfolgreich: Das aufgenommene Konzert verzeichnete schon innerhalb der ersten 24h über 1000 Aufrufe.


Doch nicht nur das Konzert konnte live oder auch im Nachhinein online „besucht“ werden; dank Orchestermitglied Mevize konnte und kann man auch auf dem Instagram-Account des Bundesjugendzupforchesters Einblicke in die (Proben-)Arbeit des Orchesters bekommen. Darüber hinaus wurde die diesjährige Probenphase wie auch in den vorherigen Jahren von Gitarrist Simon mit der Kamera begleitet. Die festgehaltenen Momente werden demnächst auf dem YouTube-Kanal des Orchesters zu sehen sein.


Schließlich fand die erfolgreiche Proben- und Konzertphase des BJZO 2022 nach den Konzerten mit einem gemeinsamen Abend einen schönen Ausklang. Und auch, wenn eine Woche BJZO immer viel zu schnell vorbei ist, freuen wir uns schon jetzt auf das nächste Jahr, wenn das Orchester zum fünfjährigen Jubiläum in Sachsen gastieren wird.